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Hypnose beim Zahnarzt (kann derzeit wegen gesundheitsbedingtem Ausfall von Fr. Dr. Sräga nicht angeboten werden)

Für wen ist eine Behandlung in Hypnose geeignet?

Es gibt verschiedene Gründe, für eine Behandlung in Hypnose. Die gängigsten Indikationen sind die folgenden:

große Angst vor zahnmedizinischen Eingriffen, Würgereizproblematik, Spritzenangst, Langzeitbehandlung, Stressabbau, akute und chronische Schmerzen, Gefahr eines Narkoserisikos

 

 

Hypnose als unterstützende Therapie beim Zahnarzt – kann derzeit wegen gesundheitsbedingtem Ausfall von Fr. Dr. Sräga nicht angeboten werden

Was ist Hypnose, wann wird sie eingesetzt, wie wirkt sie und wie wird sie empfunden:

Die medizinisch-therapeutische Hypnose ist eine wissenschaftlich entwickelte Methode ohne Nebenwirkungen, um einen tiefen Entspannungszustand zu erreichen (Trance). Dies ist nicht nur bei Erwachsenen hilfreich, sondern auch bei der Behandlung von Kindern. In einem Zustand zwischen Schlaf und Wachsein wird eine länger dauernde zahnärztliche Behandlung zu einem angenehmen, schmerzarmen, zeitverkürzten Erlebnis. Der Patient nimmt dabei alle Geschehnisse noch wahr und der Gesprächskontakt bleibt erhalten. Aber der Entspannungszustand lässt Angstgefühle und die Schmerzwahrnehmung in weite Ferne rücken, und die Behandlung wird als angenehm und kurzweilig empfunden.

Patienten beschreiben das Erleben einer Hypnose völlig unterschiedlich. Die Tiefe der Hypnose wird sehr durch die Bereitschaft, sich fallen zu lassen, bestimmt. Sie unterliegt Schwankungen, ähnlich wie beim Schlafen. Voraussetzung dafür ist eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Zahnarzt und Patient.

Bei Patienten mit einer massiven Vermeidungshaltung, häufig verursacht durch Angst (Zahnarztphobie), wird eine Behandlung oftmals erst möglich. Starker Würgereiz oder angespannte Muskulatur (z. B. Wange und/oder Zunge) sind während einer Hypnosebehandlung ausgeschaltet, und dem Team wird eine leichtere und bessere Behandlung ermöglicht.

Bei Kindern mit einer fehlenden Behandlungsbereitschaft wird häufig eine Kooperation erreicht. Durch einen veränderten Bewusstseinszustand wird die Zahnbehandlung zu einer positiven Erfahrung. So kommen auch ursprünglich ängstliche Kinder gerne wieder.

Hypnose nicht nur für Angstpatienten:

Auch für Erwachsene mit einem neutralen Verhältnis zur Zahnbehandlung ist eine Tiefenentspannung eine angenehme Erfahrung. Stehen längere Behandlungssitzungen an, werden diese als deutlich zeitverkürzt und entspannt wahrgenommen und beschrieben.

Hypnose ersetzt nicht die Spritze:

Die Hypnose verändert die Schmerzwahrnehmung. Aber sie ersetzt nicht grundsätzlich die Betäubungsspritze. Das Einspritzen unter Hypnose wird in der Regel gar nicht mehr bemerkt. Die Menge des Lokalanästhetikums kann dabei deutlich reduziert werden. Eine ideale Möglichkeit bei Patienten mit Spritzenangst, Überempfindlichkeiten und unerwünschten Reaktionen auf Anästhetika und für Patienten, bei denen Spritzen schlecht wirken.

Was kostet eine Behandlung in Hypnose?

Die zahnärztliche Hypnose ist nicht im Leistungskatalog der Krankenkassen aufgeführt. Obwohl es wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass die Hypnose ein hoch effizientes Behandlungsinstrumenta-rium darstellt, fehlt dieser Methode die breite offizielle Akzeptanz. Das bedeutet für den Patienten, dass er nur in Ausnahmefällen damit rechnen kann, die Kosten von seiner Krankenkasse erstattet zu bekommen. Die private Honorierung spricht der Zahnarzt vorab individuell mi seinem zu behandelndem Patienten ab, so dass der Patient die für ihn anfallenden Kosten leicht überblicken kann. Privat Versicherte sollten sich bei ihrer Versicherung vorab erkundigen, ob die Kosten übernommen werden.

Die Kosten für eine Hypnosebehandlung richten sich nach dem individuell notwendigen Aufwand und werden als Wunschleistung frei vereinbart. Die erste Sitzung, die sogenannte Leer-Hypnose (noch ohne zahnärztliche Behandlung), wird mit 60 Euro je begonnene ¼ Stunde berechnet. Bei dieser Erstsitzung ist der Aufwand etwas größer und dauert in der Regel max. 30 Minuten. Für die zahnärztliche Behandlung unter Hypnose, unabhängig der Versorgung, werden 40 Euro je begonnene ¼ Stunde berechnet.

Die meisten Patienten verlieren ihre Ängste und können aufgrund der positiven Behandlungserfah-rungen auf weitere Hypnosesitzungen verzichten. Auch wird häufig bereits nach wenigen Sitzungen keine eingeleitete Hypnose mehr benötigt, da die erfahrenen Patienten selbst den Weg in die Trance finden.

Was ist der Unterschied zwischen Showhypnose und medizinisch-therapeutischer Hypnose:

Die allgemeine Vorstellung von Hypnose wurde größtenteils von der Showhypnose geprägt. Effekthascherei und die absolute Willenlosigkeit des Hypnotisierten sind Bilder, die sich hartnäckig halten. Die medizinisch-therapeutische Hypnose basiert auf der freiwilligen Zusammenarbeit zwischen Patient und Zahnarzt und hat mit Showhypnose absolut nichts gemeinsam. Eher still löst sie Ressourcen und unbewusste Gestaltungkräfte im Patienten aus, die ihm bei seinen Problemen hilfreich zur Seite stehen. Die medizinisch–therapeutische Hypnose ist ein psychologisch hoch effizientes „Werkzeug“ und dient niemals und unter keinen Umständen der Belustigung. In Hypnose sind Äußerungen und Handlungen gegen Ihren eigenen Willen nicht möglich. Die zahnärztlichen Hypnosetherapeuten sind verpflichtet, die Hypnose nur zum Wohle des Patienten anzuwenden.

Vor- und Nachteile einer zahnärztlichen Hypnose:

Die Vorteile einer Behandlung sind:

  • Ruhiger Behandlungsverlauf
  • Verringerter Stress für Patient und Behandler
  • Der Patient fühlt sich meist auch in kritischen Behandlungssituationen wohl
  • Der Patient ist von geschulten, einfühlsamen Praxismitarbeitern umgeben

Durch den reduzierten Gebrauch chemischer Anästhetika während einer hypnotischen Behandlung entstehen außerdem Vorteile wie:

  • Schnelle Wundheilung
  • Kaum Nachbeschwerden
  • Geringe oder keine Nachblutung
  • Kaum Schwellungen
  • Der Eingriff wird oft schnell „vergessen“ und kann somit psychisch leichter verarbeitet werden

Nachteilig kann sein:

  • Evtl. höherer Zeitaufwand
  • Kosten (nicht jeder Patient kann sich eine Behandlung in Hypnose leisten)
  • Die Mitarbeit des Patienten
  • Nicht bei jedem Patienten gelingt die Einleitung einer Hypnose (bei ca. 10% der Bevölkerung)