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(Endodontie (Wurzelbehandlung oder Wurzelkanalbehandlung)) – Die Behandlung unter Mikroskop kann derzeit durch den Ausfall von Frau Dr. Sräga erst wieder ab Mai angeboten werden.

In den häufigsten Fällen erkrankt ein Zahn durch Kariesbakterien, aber auch Unfälle können die Ursache für Beschwerden sein.

Kommt es zu einer Infektion im Inneren des Zahnes (Pulpitis), in dem sich ein Kanalsystem mit lebendem Gewebe (Pulpa), Nerven und Blutgefäßen verzweigt, dann kann der Zahn zum Erhalt wurzelbehandelt werden.

Heute können wir mit Hilfe modernster Techniken, wie Lupenbrille, Mikroskop, Kofferdamm und maschineller Aufbereitung, sowie der Verwendung von hochwertigen Materialien Ihren Zahn dauerhaft erhalten

Sie haben einen durch Kariesbakterien tief geschädigten Zahn?

Dann ist vermutlich eine Wurzelkanalbehandlung erforderlich, um den Zahn zu erhalten. Auch durch einen Stoß kann ein Zahn so traumatisiert sein, dass sich der Zahnnerv entzündet und sich Keime verbreiten. Hier bietet eine Wurzelkanalbehandlung (endodontische Behandlung), ebenfalls die Möglichkeit den Zahn erhaltend zu versorgen.

Mehrere Ursachen sind möglich, die den Zahnnerv (Pulpa) schädigen oder zu einer Entzündung führen. Manchmal verläuft der Entzündungsprozess auch schmerzfrei und wird oft über einen Zufallsbefund bei einer Röntgenaufnahme diagnostiziert. Auch Beschwerden in anderen Körperregionen können auf einen entzündeten Zahn hinweisen.

Was ist eine Wurzelkanalbehandlung?

Jeder lebende Zahn hat einen Zahnnerv (Pulpa), der sich im Inneren der Zahnkrone befindet und über die Wurzeln mit Blutgefäßen im Kiefer verbunden ist. Hat sich dieser Zahnnerv entzündet, ist abgestorben und kann nicht erhalten werden, wird das Pulpengewebe bei einer Wurzelkanalbehandlung mit speziellen Instrumenten entfernt, die Wurzelkanäle gereinigt und desinfiziert, und die entstandenen Hohlräume mit einem Wurzelfüllmaterial aufgefüllt. Zu Beginn wird ein Zugang zum Wurzelkanalsystem geschaffen, der groß genug sein muss, um gute Einsicht zu haben, andererseits substanzschonend, um den Zahn nicht unnötig zu schwächen. In manchen Fällen wird der zu behandelnde Zahn bereits vor der endodontischen Behandlung mit einer Füllung versorgt, um die Randdichtigkeit und die Stabilität zu gewährleisten. Um den zu behandelnden Bereich trocken und speichelfrei halten zu können, wird nach Möglichkeit ein Gummituch (Kofferdam) um den Zahn gelegt. Dieser Kofferdam schützt zeitgleich davor Instrumente zu verschlucken oder zu aspirieren (einatmen).

Wann ist eine Wurzelkanalbehandlung angezeigt?

Meistens sind Zähne noch vital aber der Zahnnerv irreversibel geschädigt. Eine Röntgenaufnahme ist hilfreich um das Ausmaß der Schädigung zu diagnostizieren, dann wird der Zahn oder die Region mit einer Anästhesie betäubt und das Gewebe mit feinen nadelartigen Instrumenten mechanisch entfernt, der Wurzelkanal mechanisch mit Handfeilen in aufsteigendem Durchmesser und mit maschinell angetriebenen rotierenden Instrumenten aufbereitet und erweitert. Eine Längenbestimmung der Wurzelkanäle mit speziellen Messnadeln und einem Röntgenbild oder durch ein elektrisches Messgerät hilft dabei die Länge der Wurzeln bzw. der Kanäle festzustellen, um eine Versorgung bis zur Wurzelspitze zu gewährleisten. Mit desinfizierenden Spülungen werden die entstandenen Hohlräume gereinigt und anschließend wird ein Wurzelfüllmaterial appliziert.

Ähnlich verhält sich der Vorgang bei bereits devitalen Zähnen. Hier wird oftmals als Zwischenschritt nach dem Aufbereiten der Kanäle eine medikamentöse Einlage eingebracht, die einige Tage im Zahn verbleibt, um einem Entzündungsprozess entgegen zu wirken. Das Abfüllen verhält sich wieder wie bereits beschrieben.

Manchmal ist es auch sinnvoll einen unvollständig wurzelbehandelten Zahn noch einmal zu öffnen, vorhandene Wurzelfüllungen zu entfernen, und die Wurzelkanäle vollständig, d. h. bis zur Wurzelspitze aufzubereiten und erneut zu füllen. Hierbei handelt es sich um eine Wurzelkanalrevision. Dieser Vorgang ist z. B. erforderlich vor einer Versorgung mit Zahnersatz, oder wenn sich röntgenologisch eine Entzündung an der Wurzelspitze darstellt.

Ihnen ist ein Zahn abgebrochen?

Sofern eine Röntgenaufnahme an der verbliebenen Wurzelsituation keine Auffälligkeiten zeigt, kann der Wurzelrest u. U. mit einer Wurzelkanalbehandlung die Option für eine im Kanalsystem verankerte Rekonstruktion bieten, z. B. einer Stiftkrone.

Sie haben einen endodontisch versorgten Zahn, der immer noch Beschwerden verursacht?

Vielleicht wurde ein Wurzelkanal übersehen. Zähne können unabhängig von der Anzahl ihrer Wurzeln eine abweichende Anzahl von Kanälen haben. Oder Wurzelkanäle haben sogenannte seitliche Ausläufer, die nicht behandelt wurden. In solchen Fällen bietet der Einsatz eines Operationsmikroskops deutliche Vorteile. Die starke Vergrößerung und die zusätzliche Lichtquelle optimieren die Sicht auf die Kanalzugänge deutlich und bieten die Möglichkeit weitere Kanäle und Verästelungen aufzufinden oder Perforationen zu erkennen. Ziel ist es immer alle Wurzelkanäle vollständig bis zur Wurzelspitze aufzubereiten und die geschaffenen Wurzelkanalhohlräume nebst Seitenkanäle bakteriendicht und dauerhaft zu verschließen. Wir wenden hierzu in der Regel eine thermoplastische Wurzelfüllungstechnik an. Hierzu wird ein Guttaperchastift (wachsartiger Stift welcher in der Stärke und Länge den vorbereiteten Wurzelkanälen entspricht) erwärmt und in den Kanal eingebracht. Durch die Erwärmung erhält das Material eine weiche Konsistenz, und kann somit in alle Hohlräume und Verästelungen eindringen. Die Wurzelfüllung wird dann noch mechanisch verdichtet. Zur Kontrolle wird eine Röntgenaufnahme angefertigt. Abschließend wird der Zugang oder Zahnkronendefekte, bevorzugt in Mehrschichtkunststofftechnik, verschlossen und versorgt.

Da ein wurzelbehandelter Zahn nicht mehr mit dem Blutsystem verbunden ist, neigt die noch vorhandene Zahnsubstanz dazu porös zu werden und ist verstärkt bruchgefährdet. Um einer Fraktur vorzubeugen, sollten endodontisch behandelte Zähne mit einer laborgefertigten Krone versorgt und damit stabilisiert und geschützt werden. In der Regel wartet man hierzu ca. 4-6 Monate ab, und kontrolliert die Situation vorab mit einer Röntgenaufnahme, um sicher zu stellen, dass sich kein Entzündungsprozess gebildet hat.

 

 

 

 

Dr. Petra M. Sräga